Christian Petzold
Pizza, eiskalter Rosé und ein Roman, der zum Ausgangspunkt für ein ganzes filmisches Denken wurde: Christian Petzold erzählt, wie Anna Seghers’ Exilroman „Transit“ durch seinen Freund und langjährigen Wegbegleiter Harun Farocki zu einer wichtigen Referenz seiner Arbeit wurde. In seinem gleichnamigen Film verlegt Petzold die Geschichte aus dem Marseille der 1940er-Jahre in die Gegenwart und lässt historische Verfolgung und heutige Fluchterfahrungen ineinandergreifen.
Mit Shelly Kupferberg spricht der Regisseur über Wartesäle, Durchgangsorte und Figuren, die aus ihren bisherigen Lebenszusammenhängen gefallen sind. Er erklärt, weshalb Menschen im Exil für ihn zentrale Figuren des Kinos sind und warum Gesellschaften den Blick der Außenstehenden...